Ist dies das Gesicht und der Leib Jesu Christi? Die Kontroverse um das Turiner Grabtuch tobt weiterIst dies das Gesicht und der Leib Jesu Christi? Die Kontroverse um das Turiner Grabtuch tobt weiter

25. September 1933 — Das Turiner Grabtuch, angeblich das Grabtuch, in das Jesus nach seiner Kreuzigung gehüllt war, wurde an diesem Tag zum ersten Mal seit 400 Jahren öffentlich ausgestellt.

Und es sorgte für großes Aufsehen in der Kathedrale St. Johannes der Täufer in Turin, Italien, wo mehr als 25.000 Menschen auftauchten und die Reliquie bestaunten.

Das fleckige, 4,2 Meter lange Tuch zeigt deutlich den Abdruck eines Körpers auf Vorder- und Rückseite sowie das Gesicht eines Mannes mit geschlossenen Augen. Die Menge der Gläubigen, die in der Kathedrale auftauchten, hatte keinen Zweifel an der Identität der Figur, da sie überzeugt war, dass die Flecken das Blut Christi waren.

Aber das Leichentuch ist seit seiner ersten Enthüllung vor über 600 Jahren umstritten.

Im Jahr 1390 schrieb der französische Bischof Pierre d'Arcis an Papst Clemens VII., dass das Leichentuch „ein kluger Taschenspielertrick“ von jemandem sei, der „fälschlicherweise behauptete, dies sei das eigentliche Leichentuch, in das Jesus im Grab eingehüllt wurde. [Der Zweck] besteht darin, die Menge anzuziehen, damit ihnen auf listige Weise Geld abgerungen werden kann.'

Moderne Kohlenstoffdatierung legt nahe, dass das Leichentuch zwischen 1260 und 1390 datiert wird. Es wird allgemein angenommen, dass Jesus im Jahr 33 starb. 1979 kam ein Gremium namens Turiner Kommission zu dem Schluss, dass es sich bei den Flecken wahrscheinlich um Pigmente und nicht um Blut handelt.

Viele Studien kamen zu dem Schluss, dass das Leichentuch nicht authentisch ist, die letzte im Jahr 2018, als eine Gruppe von Forensikern im Journal of Forensic Science berichtete, dass das Leichentuch künstlich hergestellt wurde.

Aber was ist mit der römisch-katholischen Kirche? Sie hat nie die Behauptungen über das Leichentuch akzeptiert – oder ganz abgelehnt. Offiziell betrachtet es das Grabtuch als Ikone und nicht als heiliges Relikt.

Und doch . . .

Veröffentlicht: 23. August 2019


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